(T)Raum-Akustik mit Akustikdecken von BayWa Baustoffe
Sitzen Sie gerade im Büro? Dann werfen Sie jetzt bitte einen Blick an die Decke. Mit großer Wahrscheinlichkeit hängt da eine. Falls nicht, schauen Sie doch das nächste Mal nach oben, wenn Sie in einem Restaurant sind, ein Museum besuchen oder ins Hallenbad gehen. Und mit etwas Glück schwebt sogar heute Abend im Supermarkt eine über Ihnen, wenn Sie noch schnell etwas zu essen besorgen.
Wovon wir reden? Na, von Akustikdecken natürlich! Akustikdecken finden sich oft dort, wo sich viele Menschen aufhalten und Geräusche entstehen – und das aus gutem Grund. Ob am Arbeitsplatz oder zu Hause, in der Schule, in Einkaufszentren oder Krankenhäusern … in großen Räumen mit vielen glatten und harten Oberflächen (Glas, Beton, Stahl) oder einer minimalistischen Einrichtung herrscht oftmals eine unangenehme Atmosphäre: Es hallt, Lärm macht Unterhaltungen schwierig und Nebengeräusche stören beim Arbeiten.
Akustikdecken und Akustikdeckenplatten …
- absorbieren den Schall,
- reduzieren den Nachhall,
- verbessern die Raumakustik,
- sorgen für eine bessere Verständlichkeit von Sprache und Musik und
- können als Designelement Räume gestalten und aufwerten.
Bei BayWa Baustoffe erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Thema und Antworten auf Ihre Fragen.
Die Inhalte zum Thema Akustikdecken im Überblick
Eine Akustikdecke dämpft den Schall in Ihren Räumen, verbessert die Raumakustik maßgeblich und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Das hört sich gut für Sie an? Bei uns erfahren Sie, wie Akustikdecken funktionieren, welche Arten es gibt und welche Materialien dabei zum Einsatz kommen. Darüber hinaus haben wir Antworten auf Ihre Fragen zu Beleuchtungskonzepten, Alternativen und vielen weiteren Themen rund um Akustikdecken und Akustikdeckenplatten.
- Die Ruhe selbst! Akustikdecken bei der Arbeit
- Der Schallabsorptionsgrad α
- DIN 18041 – die goldene Regel der Raumakustik
- Pssst … Wir verraten Ihnen, welche Arten von Akustikdecken es gibt
- Diese Materialien bringen Ihre Decke zum Flüstern
- Im Rampenlicht – Akustikdecken mit Beleuchtung
- Alternativen zur Akustikdecke
- Die wichtigsten Fragen rund um Akustikdecken
- Akustik-Profis: unsere Marken – unser Sortiment
Die Ruhe selbst! Akustikdecken bei der Arbeit
Beschäftigt man sich mit dem Thema Akustikdecke stößt man immer wieder auf Wörter wie Schallabsorption, Raumakustik, Nachhallzeit oder Sprachverständlichkeit. Doch was bedeuten all diese Begrifflichkeiten und wie funktioniert eine Akustikdecke eigentlich?
Schall oder besser gesagt Schallwellen entstehen, wenn etwas in Schwingung versetzt wird, zum Beispiel die Saiten einer Harfe, unsere Stimmbänder oder die Klingel eines Weckers. Die Schallwellen breiten sich in der Luft aus und treffen schließlich – entweder direkt oder über Umwege (Reflektionen) – auf Flächen, Gegenstände und auch unser Ohr.
In der Raumakustik geht es darum Räume so zu gestalten und anzupassen, dass sich Schall einerseits so optimal ausbreitet, dass Sie beispielsweise bei einem Vortrag auch in der letzten Reihe noch jedes Wort perfekt verstehen können. Eine effektive Raumakustik kann also eine hohe Sprachverständlichkeit sichern. Bei musikalischen Darbietungen sorgt sie für ein ausgewogenes, klares Klangbild.
Andererseits wird versucht unerwünschte Schallreflektionen und Geräusche zu absorbieren oder zumindest zu zerstreuen, sodass man beispielsweise im Büro ungestört arbeiten oder in der Bibliothek lernen kann. Dabei stellt die Nachhallzeit ein besonderes Problem dar. Unter Nachhallzeit versteht man vereinfacht gesagt die Zeit, die vergeht, bis ein Geräusch nicht mehr zu hören ist.
Hier nun kommt die Akustikdecke ins Spiel! Akustikdecken sind keine tragenden Bauteile und ähneln oftmals abgehängten Decken. Doch sie unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt: Sie bestehen aus speziellen schallabsorbierenden Materialien, die entweder offenporig oder gelocht sind. Sobald Schallwellen auf diese Oberflächen treffen, dringen sie in die Poren und Löcher ein. Durch die Reibung, die dabei entsteht, verlieren sie ihre Energie. Der Schall kann nicht mehr (vollständig) reflektiert werden, sondern wird abgemildert und im besten Fall vollständig „aufgesaugt“ – das heißt absorbiert.
Der Schallabsorptionsgrad α
Woher weiß man eigentlich, welches Material Schall gut absorbiert und daher für Akustikdecken geeignet ist und welches nicht? Ganz einfach: Man kann die Schallabsorption messen und die Materialien in verschiedene Klassen einteilen.
Der Schallabsorptionsgrad α (Alpha) gibt an, wie viel Schallenergie von einem Material absorbiert wird. Er wird in der Akustik und im Bauwesen angewandt, um die Schallabsorption von Materialien und Oberflächen in Räumen oder Gebäuden zu bewerten.
Der Wert des Schallabsorptionsgrads wird zwischen null und eins angegeben. Ein niedriger Wert bedeutet, dass ein Material wenig Schallenergie „schluckt“, ein hoher Wert hingegen, dass viel Schallenergie absorbiert wird.
| Schallabsorptionsgrad | Prozent | Absorption |
|---|---|---|
| α = 0 | 0 % Absorption | Es findet keine Absorption statt. Der Schall wird komplett reflektiert. |
| α = 0,5 | 50 % Absorption, 50 % Reflektion | Die eine Hälfte der Schallenergie wird absorbiert, die andere wieder zurückgeworfen. |
| α = 1 | 100 % Absorption | Der Schall wird vollständig absorbiert. |
Abhängig vom Schallabsorptionsgrad α werden Materialien bestimmten Absorberklassen von A bis E zugeordnet. Je nach Art und Nutzung eines Raums bietet jede Klasse bestimmte Vor- und Nachteile und hat ihren speziellen Anwendungsbereich. Für die meisten Räume sind Klasse B oder C ausreichend.
| Absorberklasse | Bewerteter Schallabsorptionsgrad |
|---|---|
| A – sehr hoch absorbierend | 0,90 – 1,00 αw |
| B – sehr hoch absorbierend | 0,80 – 0,85 αw |
| C – hoch absorbierend | 0,60 – 0,75 αw |
| D – absorbierend | 0,30 – 0,55 αw |
| E – gering absorbierend | 0,15 – 0,25 αw |
DIN 18041 – die goldene Regel der Raumakustik
Sie haben bestimmt schon einmal von der DIN 18041 gehört. Nein? Und Regeln und Normen finden Sie sowieso langweilig? Kein Problem! Wir erklären Ihnen alles, was Sie darüber wissen sollten – kurz und einfach verständlich. Ehrenwort!
Die DIN 18041 sorgt dafür, dass die Hörsamkeit in Räumen mit einem Raumvolumen bis etwa 5.000 m3 und in Sport- und Schwimmhallen bis 30.000 m3 gewährleistet ist. Die Hörsamkeit wiederum besagt, welche akustischen Eigenschaften ein Raum hat und ob er für eine Schalldarbietung – zum Beispiel ein Konzert, einen Vortrag oder ein Gespräch – geeignet ist.
Dabei unterscheidet die Norm in die …
- Raumgruppe A mit einer Hörsamkeit über mittlere und größere Entfernungen. Zu ihr gehören Räume, die den Kategorien Sprache, Vortrag, Unterricht, Kommunikation und Sport zugeordnet sind. Dabei handelt es sich unter anderem um Hörsäle, Konferenzräume oder Schwimmhallen. Für Raumgruppe A gelten Nachhallzeiten von Oktav-Mittenfrequenzen zwischen 125 und 4.000 Hz.
- Raumgruppe B mit einer Hörsamkeit über geringe Entfernungen. Zu ihr werden – nach Verweildauer, Bedarf nach Lärmminderung und Raumkomfort eingeteilt – Räume wie Treppenhäuser, Schalterhallen, Kantinen oder auch Büros gerechnet. Für die Raumgruppe B gelten Oktav-Mittenfrequenzen zwischen 250 und 2.000 Hz.
Je nachdem …
- welche Größe, Form und Funktion ein Raum hat,
- wie viele Personen und welche Einrichtungsgegenstände sich darin befinden,
- ob bestimmte Geräusche eher unterstützt oder abgeschwächt werden sollen
… finden Sie in der DIN 18041 entsprechende Richtlinien und Empfehlungen für akustische Maßnahmen. Dazu zählt auch der Einsatz effektiver Schallabsorber wie Akustikdecken, Deckensegel oder mobile Schallschutzwände.
So stellt die DIN 18041 für unterschiedliche Raumsituationen eine gute Sprachverständlichkeit sicher, reguliert den Lärmpegel und sorgt so letztendlich dafür, dass Sie
- … im Büro trotz klingelnder Telefone und klappernder Tastaturen in Ruhe arbeiten können.
- … im Theater auch von einem ungünstigen Sitzplatz aus alles verstehen können.
- … sich in einem gut besuchten Restaurant an Ihrem Tisch angenehm unterhalten können.
Pssst … Wir verraten Ihnen, welche Arten von Akustikdecken es gibt
Offenporige, glatte oder gelochte Oberflächen. Platten in Form von Dreiecken, Quadraten oder Kreisen. Die verschiedensten Maße, Materialstärken und Montage-Möglichkeiten. Von den zahlreichen Farben und Designs ganz zu schweigen. Akustikdecken und Akustikdeckenplatten gibt es für jeden Geschmack und jede Anforderung in den unterschiedlichsten Ausführungen. Wir stellen Ihnen einige der bekanntesten Varianten und Systeme vor.
Im Rampenlicht – Akustikdecken mit Beleuchtung
Die meisten Akustikdecken können sehr gut mit Lichtsystemen kombiniert werden, um eine angenehme und funktionale Beleuchtung in einem Raum zu erreichen. Dabei können Sie zwischen direkter Beleuchtung, indirekter Beleuchtung oder einer Kombination aus beiden wählen.
Alternativen zur Akustikdecke
Für alle, denen die Installation einer herkömmlichen Akustikdecke zu teuer und zu aufwendig ist, sind Deckensegel eine attraktive Alternative. Sie lassen sich unkompliziert direkt an die Decke montieren, können leicht wieder entfernt werden und sind meist günstiger in der Anschaffung.
Deckensegel gibt es in verschiedenen Größen, Formen und Designs. Wie Akustikdeckenplatten bestehen sie aus schallabsorbierenden Materialien wie Mineralwolle, Gipskarton, Holzwolle oder Akustikschaumstoff. Die Segel können flexibel positioniert und an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden.
Abhängig von der Größe des Segels und den Gegebenheiten im Raum ist die Schalldämmung eventuell weniger effektiv als bei einer durchgehenden Akustikdecke. In diesem Fall können Sie die Wirkung des Deckensegels durch weitere Akustiklösungen – beispielsweise an den Raumwänden – ergänzen. Wandpaneele, Akustikbilder oder mobile Schallabsorber können hier erfolgreich unterstützen.
Die wichtigsten Fragen rund um Akustikdecken
Vor dem Kauf und der Installation einer Akustikdecke sind viele Dinge zu bedenken. Wir unterstützen Sie gern und zeigen Ihnen, welche Akustikdecken in welchen Bereichen eingesetzt werden können, wie sie montiert werden, wann ein Anstrich möglich ist und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.
Akustik-Profis: unsere Marken – unser Sortiment
Optimaler Schallschutz setzt langjährige Erfahrung gepaart mit exzellentem Fachwissen voraus. Wir bei BayWa Baustoffe sagen Nein zu Schall und Lärm und Ja zu mehr Ruhe und besserer Akustik. Zusammen mit unseren langjährigen Partnern und Top-Herstellern bieten wir Ihnen höchste Qualität in puncto Akustikdecken. Was auch immer Sie planen: Wir haben für jeden Anwendungsbereich genau das Richtige für Sie.